Sauberer als gesetzlich festgelegt

>> Die Kamin-Rauchgase enthalten zu rund zwei Dritteln Wasser als Dampf.
Vor dreißig Jahren waren Müllverwertungsanlagen ein Symbol für die Vergiftung der Umwelt – sie galten als wahre „Dreckschleudern“. Das hat sich grundlegend geändert. Durch strenge gesetzliche Regelungen und moderne Technologien wie Filteranlagen und Rauchgasreinigung spielen Müllverwertungsanlagen bei den Emissionen von Dioxionen, Staub und Schwermetallen heute keine Rolle mehr. Das bestätigt das Umweltbundesamt.
Ohne Müllverwertungsanlagen wäre sogar mehr Gift und Feinstaub in der Luft – weil die bei der Abfallverbrennung entstehende Energie (Wärme/Strom) genutzt und nicht durch andere herkömmliche Kraftwerke erzeugt werden muss. Bei anderen, nicht krebserregenden Giften erreichen Müllverwertungsanlagen mittlerweile nur noch höchstens ein Fünfzigstel der festgelegten kritischen Dosis.
Grundlage für die von Müllverwertungsanlagen einzuhaltenden Grenzwerte ist die 17. Bundesimmissionsschutz-Verordnung (17. BImSchV). Sie regelt streng, in welcher Konzentration Stoffe in den Emissionen enthalten sein dürfen. Einige dieser Werte müssen in der MVA Bonn (als Genehmigungsvoraussetzung) sogar noch deutlich unterschritten werden.
Emissionswerte 2010 (75.45 KB)
Schadstoff-Einzelmessungen 2010
Schadstoff-Einzelmessungen 2010 (55.08 KB)
Anzahl der Unterschreitungen
Anzahl der Unterschreitungen (75.06 KB)
Mülldurchsatz / Betriebszeit 2010
Mülldurchsatz / Betriebszeit 2010 (236.11 KB)
Wärme, Strom, Schlacke, Asche
Insgesamt kann sich sehen lassen, was vom Abfall nach der thermischen Verwertung übrigbleibt: Energie und Reststoffe. Auch diese Werte werden ständig gemessen. So hat die MVA Bonn 2010 rund 250.000 Tonnen Abfall verbrannt. Dabei sind aus dem Dampf
- 87,6 Millionen Kilowattstunden Strom sowie
- 206 Millionen Kilowattstunden Fernwärme
erzeugt worden.
Bei der Verbrennung von Abfall entstehen neben Wärme und Abgasen (s.o.) natürlich auch Reststoffe – im Wesentlichen Schlacke und Asche (aus dem Kessel sowie aus der Rauchgas-Entschwefelungsanlage). In welcher Höhe diese anfallen, wird jeweils in der so genannten Stoffbilanz festgehalten. Sie zeigt, dass 2010 in der MVA Bonn bei der Verwertung von 250.201 Tonnen Abfall insgesamt 82.233 Tonnen Reststoffe angefallen sind. Sie entfallen zu 72.859 Tonnen auf Schlacke, 7.870 Tonnen Asche aus der Rauchgasbehandlung sowie 1.504 Tonnen Kesselasche.
Auch was den Kamin der Anlage verlässt, wird kontinuierlich überprüft. Wichtigste Nachricht zuerst: Bei der Wolke am Schornstein handelt es sich nicht um Qualm - sondern im Wesentlichen um Wasserdampf. Denn zu rund zwei Dritteln enthalten die Kamin-Rauchgase Wasser. Dank aufwändiger Filtertechnik enthalten die Abgase nur zu 0,05 Prozent Schadstoffe - gesetzliche Grenzen werden dabei meist deutlich unterschritten. Nebenstehende Grafik zeigt, wie sich die Kamin-Rauchgase zusammensetzen.
Sammelstelle der Stadt Bonn
Brennbare Baustellenabfälle, Sperrmüll, zusätzlich anfallende Mengen Hausmüll kann jeder Bonner Bürger auch selbst zu einer der beiden städtischen Sammelstellen bringen.
Sammelstelle auf dem MVA-Gelände:
Einfahrt: Am Dickobskreuz (Tor 2)
Telefon 0228 / 711 71 52
Weitere Informationen zu den städtischen Sammelstellen finden Sie hier.
















