SWB Verwertung wirft Licht auf Klimaschutz-Engagement
>> Hier wird Klimaschutz sichtbar: Die Energiegewinnung aus Müll erspart jährlich rund 50.000 Tonnen CO2.
Mit dezentem Licht macht SWB Verwertung das Klimaschutzengagement der Bonner Müllverwertungsanlage sichtbar. Die Energiegewinnung aus Hausmüll erspart in Bonn pro Jahr rund 50.000 Tonnen CO2, weil hier anstelle von fossilen Energieträgern die Energie genutzt wird, die im Haus- und Gewerbemüll steckt.
"Müllverwertung in Bonn ist in mehrfacher Hinsicht ein Beitrag zum Klimaschutz. Und das wollen wir mit diesem Hingucker auch sichtbar machen", sagt Manfred Becker, Geschäftsführer von SWB Verwertung. Die COP15-Konferenz in Kopenhagen habe deutlich gemacht, dass CO2-Einsparung eine Menschheitsaufgabe sei. Auch in der Abfallwirtschaft sei das Thema heute weltweit aktuell. "Natürlich hat Müllvermeidung und Recycling Priorität in unserem Abfallwirtschaftskonzept. Die Aufgabe unserer rund 100 Mitarbeiter in der MVA ist jedoch, selbst aus dem, was nicht mehr verwertbar scheint, etwas wertvolles zu gewinnen", so Becker.
Es klingt paradox: Jeder Gang zur Restmülltonne unterstützt in Bonn den Klimaschutz. Deckel auf, Abfall rein, Deckel zu: CO2 gespart. Seit 1992 ist die thermische Müllverwertung eine Säule des Bonner Abfallkonzepts. In der Müllverwertungsanlage wird die Energie, die im Restmüll steckt, nutzbar gemacht und in Form von 400 Grad heißem Wasserdampf in das benachbarte SWB Heizkraftwerk geleitet. Hier dient der Dampf zur Strom- und Fernwärmeproduktion. Und das ohne Einsatz von fossilen Energieträgern.
Seit Inbetriebnahme der Müllverwertungsanlage nahe dem Zentrum der Stadt machen die MVA-Mitarbeiter die Energie, die im Restmüll steckt, nutzbar. Während der Verbrennung wird Wasserdampf erzeugt und per Rohrleitung in das benachbarte SWB-Heizkraftwerk geleitet und dort für die Strom- und Fernwärmeproduktion verwendet. Umgerechnet entspricht die CO2-Einsparung von rund 50.000 Tonnen jährlich, der CO2-Emission von 20.000 Einfamilienhäusern, die mit einer modernen Heizung ausgestattet sind.
Zentrale Aufgabe der Bonner Müllverwertungsanlage ist zunächst die umweltverträgliche Beseitigung des Restmülls, dem die stofflich verwertbaren Wertstoffe bereits entzogen sind. Und dennoch steckt im Restmüll jede Menge verwertbare Energie. Alleine im Jahr 2008 hat SWB Verwertung Energie in der Größenordnung von 543.794 Millionen Kilowattstunden gewonnen und damit den Einsatz von fossilen Brennstoffen ersetzt.
Müssten stattdessen Primärenergieträger eingesetzt werden, würden für die gleiche Energiemenge mehr als 45.000 Tonnen Erdgas, oder 47.000 Tonnen Öl oder rund 65.000 Tonnen Steinkohle eingesetzt werden.
Bonner Fernwärme glänzt mit Primärenergiefaktor Null
Durch die Energiegewinnung aus dem Bonner Hausmüll erreicht die Fernwärmeversorgung in Bonn einen Primärenergiefaktor von 0. Und das hat neben der Wirkung im Klimaschutz auch ganz praktische Vorteile für Hauseigentümer: Im Zusammenhang mit der bundesweiten Energieeinsparverordnung gewinnt der Primärenergiefaktor für Eigentümer größerer Gebäude an erheblicher Bedeutung. Denn für die Ermittlung und den Vergleich des Wärmebedarfs sind hier die sogenannten Primärenergiefaktoren zu berücksichtigen. Da die neue Energieeinsparverordnung jedoch eine Obergrenze für den künftig zulässigen Energieverbrauch von Gebäuden festlegt, sind Hauseigentümer, die auf eine Energieversorgung mit niedrigem Primärenergiefaktor setzten, klar im Vorteil. Sie können bei der Gebäudeplanung und dem Einsatz ihrer Energietechnik sehr viel flexibler agieren. Mit dem Primärenergiefaktor 0 erweist sich die Fernwärmeversorgung in Bonn als umweltfreundlichste Energieart im Vergleich zu anderen Energieträgern. (ws)
Sammelstelle der Stadt Bonn
Brennbare Baustellenabfälle, Sperrmüll, zusätzlich anfallende Mengen Hausmüll kann jeder Bonner Bürger auch selbst zu einer der beiden städtischen Sammelstellen bringen.
Sammelstelle auf dem MVA-Gelände:
Einfahrt: Am Dickobskreuz (Tor 2)
Telefon 0228 / 711 71 52
Weitere Informationen zu den städtischen Sammelstellen finden Sie hier.









