Effektive Reduzierung von Rauchgasen

>> Blick in die Rauchgasreinigung
Schadstoffe im Griff: Reinigung der Rauchgase
Bei der Verbrennung von Abfall entstehen nicht nur Hitze, sondern natürlich auch Rauchgase. Damit wirklich nur schadstofffreie Rauchgase in die Bonner Luft entweichen, verfügt die Bonner MVA über ein ausgefeiltes und beispielhaftes Rauchgasreinigungssystem. Die mehrstufige Reinigung besteht aus einer Entstickungsanlage zur Verringerung giftiger Stickoxide, einem E-Filter, der 98 Prozent Staub aus den Rauchgasen entfernt, aus einer abwasserfreien Rauchgaswäsche und zu guter Letzt aus einem Reinstfilter zur Vernichtung hochgiftiger Dioxine und Furane. Die bei der hochmodernen Rauchgasreinigung herausgefilterten Schadstoffe werden deponiert. Das, was den 98 Meter hohen Schornstein der MVA verlässt, sind gereinigte Rauchgase und Wasserdampf.
Die mehrstufige Reinigung des bei der Abfallverbrennung entstehenden Abgases beginnt schon oberhalb des "Müllfeuers", wo Ammoniakwasser in verschiedenen Ebenen in die Rauchgase eingedüst wird, um das Entstehen von Stickoxiden (was auch jedes Auto produziert) zu vermindern. Mit dem Eintritt der Rauchgase über den Sprühtrockner in den Elektrofilter werden dort zunächst die festen, staubförmigen Partikel entfernt, bevor die Rauchgase in eine dreistufige Rauchgaswäsche gelangen. Hier werden Schwefeldioxide, Chlor- und Fluorwasserstoffe, Aerosole und Feinstaub ausgewaschen. In der letzten Station, dem Flugstromadsorber, erfolgt die Abscheidung der Dioxine und Furane sowie Quecksilber.

Modernster Umweltschutz
Das Verfahren der Rauchgasreinigung ist der technologie- und kostenintensivste Faktor bei der thermischen Abfallbehandlung. In dem mehrstufigen Reinigungsverfahren werden die Schadstoffe in den Rauchgasen so effektiv reduziert, dass ein Maximum an Umweltverträglichkeit gewährleistet ist.

>> Die Chemielaboranten untersuchen auch die Qualität der angelieferten Betriebsstoffe, die für die Rauchgasreinigung eingesetzt werden.
Vernichtung von Dioxinen und Furanen
Dioxine und Furane sind hochgiftige Substanzen, die unter bestimmten Voraussetzungen bei Verbrennungen entstehen können. Mit Verabschiedung der 17. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz (1990) wurde für Emissionen von Dioxinen und Furanen ein Grenzwert von 0,1 Nanogramm je Kubikmeter (ng/m3) Rauchgas festgesetzt (0,1 Nanogramm = 0,1 Milliardstel).
Dieser strenge Grenzwert wird heute weit unterschritten. Die Dioxin- und Furan-Emissionen der Anlage lagen in den vergangenen Jahren im Mittel bei 0,002 ng/Nm3.
Sammelstelle der Stadt Bonn
Brennbare Baustellenabfälle, Sperrmüll, zusätzlich anfallende Mengen Hausmüll kann jeder Bonner Bürger auch selbst zu einer der beiden städtischen Sammelstellen bringen.
Sammelstelle auf dem MVA-Gelände:
Einfahrt: Am Dickobskreuz (Tor 2)
Telefon 0228 / 711 71 52
Weitere Informationen zu den städtischen Sammelstellen finden Sie hier.










