
In Zeiten des Klimawandels und steigender Ressourcenknappheit zeigt die MVA Bonn, wie aus vermeintlich unbrauchbarem Abfall noch Energie gewonnen wird.
Durch die thermische Verwertung der Abfälle entsteht enorme Hitze, mit der Wasser in Wasserdampf umgewandelt wird. Dieser Wasserdampf wird über die sogenannte Nabelschnur, zwei knapp 150 Meter lange Rohrleitungen, mit einem Druck von rund 40 Bar und einer Temperatur von 400°C zur Hocheffizienzturbine unserer Schwestergesellschaft SWB Energie und Wasser transportiert. Dort wird die Energie durch die effiziente Kraft-Wärme-Kopplung in Strom und Fernwärme umgewandelt, die Bonner Haushalte, öffentliche Einrichtungen und Unternehmen mit Energie versorgt.

Jedes Jahr schöpfen wir durch dieses moderne Verfahren über 500.000 Megawattstunden Dampf, was eine immense Menge an Energie darstellt. Dadurch können wir zahlreiche fossile Brennstoffe einsparen, die sonst zur Energiegewinnung notwendig wären, und gleichzeitig den CO2-Ausstoß reduzieren.
Die Müllverwertungsanlage arbeitet nach strengen Umweltauflagen und sorgt dafür, dass schädliche Emissionen so gering wie möglich gehalten werden. Gleichzeitig wird Restabfall, der sonst auf Deponien landen würde, in eine Energiequelle umgewandelt. Dieser Prozess zeigt eindrucksvoll, wie moderne Technik und Umweltschutz Hand in Hand gehen können.
Siedlungsabfall – ein verborgenes Energiebündel, das viel mehr kann, als man auf den ersten Blick denkt! Mit jeder Tonne Müll, die thermisch verwertet wird, leisten wir einen aktiven Beitrag zur Förderung einer kreislauforientierten, ressourcenschonenden Wirtschaft.